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(Saarbrücken, 13.5.2008) Die saarländischen Immobilienpreise entwickelten sich in den zurückliegenden zwölf Monaten unterschiedlich: Während die Kosten für freistehende Häuser sowie für Doppelhaushälften und Reihenhäuser in manchen Orten sanken, blieben sie für Eigentumswohnungen überwiegend konstant. Die Wohnungsmieten stiegen in guten Lagen einiger Kommunen an.

 

Dies geht aus dem neuen Immobilienpreisspiegel Saarland 2008 hervor, den der Immobilienverband IVD-West herausgab und in dem 13 Orte untersucht wurden.

Die Preise für gebrauchte, freistehende Einfamilienhäuser entwickelten sich in Saarbrücken uneinheitlich: für einfach ausgestattete sowie für sehr hochwertige Immobilien blieben sie stabil. Im mittleren Preissegment der Landeshauptstadt dagegen sanken sie leicht; die Immobilienpreise in guten Lagen stiegen dagegen leicht an. Für mittelgute Häuser muss man derzeit 20.000 Euro weniger einkalkulieren als vor einem Jahr (derzeit 310.000 Euro). Für gut ausgestattete Häuser muss man mit 350.000 Euro etwa 10.000 Euro mehr einrechnen als vor zwölf Monaten. Allgemein lässt sich sagen, dass im mittleren Qualitätssegment die Immobilienpreise in vielen saarländischen Kommunen zurückgingen: je nach Ort und Lage zwischen fünf und 18 Prozent. Den größten Rückgang gab es in mittelguten Lagen Sankt Ingberts: hier sanken die Preise von 220.000 Euro auf 180.000 Euro (-18 %). Preisrückgänge gab es ferner in Dudweiler, Neunkirchen, Ottweiler, und Sulzbach. Die Gründe hierfür sind, dass derzeit besonders günstige und teure Immobilien nachgefragt werden. Dies ist ein deutschlandweites Phänomen. Die klassische Mittelschicht ist derzeit verunsichert: steigende Lebensmittel- und Energiepreise führten dazu, dass sie weniger Geld in der Tasche haben und den Eigentumserwerb hinauszögern. Diese geringere Nachfrage führte zu sinkenden Preisen.

Stabil blieben die Preise in den Toplagen. In Dillingen und Merzig stiegen sie sogar leicht (um vier beziehungsweise fünf Prozent) an. Die höchsten Preise in dieser Lage muss man mit 610.000 Euro in der Landeshauptstadt bezahlen, den niedrigsten in Wadern mit 190.000 Euro.

 

Preisrückgänge gab es in den vergangenen zwölf Monaten auch bei einfachen und mittelgut ausgestatteten Reihenhäusern und Doppelhäusern. Je nach Ort sanken sie zwischen fünf (Dudweiler) und 21 Prozent (Sulzbach). In guten Lagen muss man für ein Reihen- beziehungsweise Doppelhaus in Saarbrücken 250.000 Euro einrechnen, in Sankt Ingbert 200.000, in Homburg 180.000 Euro. 

 

Die Preise für Eigentumswohnungen sind in den vergangenen zwölf Monaten stabil geblieben. Nach Jahren des Rückgangs scheinen sie sich nun stabilisiert zu haben. Für gut ausgestattete, neu errichtete Wohnungen stiegen sie in einigen Städten sogar an (Saarbrücken, Sankt Ingbert und Saarlouis). Leichte Rückgänge (um drei bis acht Prozent) waren in Ottweiler, Dillingen und Dudweiler zu beobachten. Ausreißer gab es in einfach ausgestatteten Wohnungen in Saarbrücken und Dudweiler: hier sanken in einfachen Lagen die Preise für Wohnungen in größeren Mehrfamilienhäusern um 19 beziehungsweise 20 Prozent. Diese wurden in den 1960er bis 80er Jahre gebaut, haben keine Balkone und wurden nicht saniert.

 

Während für Wohnungen in einfachen und mittelguten Lagen die Kaltmieten überwiegend stabil blieben, stiegen sie an guten Standorten an. Preissteigerungen zwischen vier und acht Prozent gab es in Völklingen, Sankt Wendel, Saarbrücken, Sulzbach, Homburg und Merzig. Zwischen zehn und 13 Prozent stiegen sie sogar in Sankt Ingbert, Dudweiler, Neunkirchen und Saarlouis. Der Grund: in den vergangenen Jahren wurden kaum Neubauten errichtet, so dass bei einer höheren Nachfrage die Mietpreise stiegen. Mit 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche müssen die Saarländer in der Landeshauptstadt sowie in Saarlouis für gut gelegene Wohnungen rechnen. Bei sechs Euro liegt die Kaltmiete in Homburg, 5,50 Euro muss man in Sankt Ingbert und Dudweiler einrechnen.

 

Die Büromieten blieben in den zurückliegenden zwölf Monaten überwiegend konstant. Lediglich für modern ausgestattete Büros (mit Kabelkanälen, Sonnenschutz, Parkplätzen, neuen Bodenbelägen) in guten Lagen von Saarbrücken, Neunkirchen und Saarlouis muss man zwischen acht und 15 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr. In der Landeshauptstadt muss man nunmehr 7,50 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche (Netto-Kaltmiete) einrechnen, in Saarlouis 6,50 und in Neunkirchen 5,50 Euro.

 

Die Mieten für Ladenlokale gingen in einigen der 13 untersuchten Städte zurück: Davon betroffen waren sowohl die Top- als die Nebenlagen. Die höchsten Ladenmieten muss man in der Saarbrücker Bahnhofsstraße mit etwa 75 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Für kleinere Läden mit einer Fläche bis 30 Quadratmeter muss man mit etwa 90 Euro rechnen. In der Toplage von Saarlouis, der Französischen Straße, liegen die Ladenmieten – je nach Größe der Verkaufsfläche - zwischen 23 und 60 Euro.

 

Leichte Mietrückgänge gab es in Dudweiler, Dillingen und Wadern. In den Nebenlagen gaben die Mieten in Dudweiler, Neunkirchen, Ottweiler, Sankt Ingbert und Wadern nach.

 

Die Erweiterung der Saargalerie um die ehemalige Bergwerksdirektion, der Neubau auf „Walters Ecke“ und die Aufwertung des Bahnhofsgeländes durch den Eurobahnhof wird ab Herbst 2009 dazu führen, dass die obere Bahnhofstraße aufgewertet wird und sich die Passanten künftig vor allem dort aufhalten werden. Insgesamt entstehen hier 30.000 Quadratmeter moderne Verkaufsflächen.

 

Der Preisspiegel Immobilienmarkt Saarland 2008 kann für 9,90 Euro (inkl. MwSt., zzgl. Versand) beim IVD-West bestellt werden, Tel: (0221) 95 14 97-0, E-Mail: info@ivd-west.net.

 

Abdruck honorarfrei

Diesen Pressetext finden Sie auch zum Download auf der Website: ivd-west.net, Rubrik „Presse“.

 

Ansprechpartner:

Burkhard Blandfort

Stellv. Vorsitzender IVD West

Telefon (06831) 70 76 76, E-Mail: info@blandfort-immobilien.de

 

Bernhard Hoffmann

Pressesprecher IVD-West

Telefon (0221) 95 14 97-14, E-Mail: hoffmann@ivd-west.