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(Mainz, 24.9.2008) Der Immobilienmarkt der Rhein-Main-Region entwickelte sich in den zurückliegenden Monaten uneinheitlich: Während die Preise für sanierungsbedürftige Eigenheime in einfachen Lagen vielerorts sanken, kletterten die Preise in guten und sehr guten Lagen: Je nach Stadt und Lage zwischen ein und sechs Prozent. Auch die Wohnungskaltmieten stiegen in der Region an - zwischen ein und elf Prozent. Die Preise für gebrauchte Reihenmittelhäuser hingegen sanken in vielen Städten.
Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2007 wurden in Mainz 17 Prozent weniger Baugrundstücke verkauft. Einfamilienhäuser hingegen standen bei den Erwerbern hoch im Kurs: Mit 122 Häusern wurden 15 Prozent mehr gekauft als im ersten Halbjahr 2007. Von Reihenhäusern und Doppelhaushälften hingegen wurden 20 beziehungsweise 23 Prozent weniger veräußert als im Vorjahreshalbjahr. Die Zahl der Baugenehmigungen ging in Mainz um 52 Prozent zurück: wurden im ersten Halbjahr 2007 noch 238 Wohnungen genehmigt, so waren es in diesem Jahr lediglich 114.
Die Zahl der verkauften Eigentumswohnungen blieb mit 723 Wohnungen stabil. Auffallend ist hingegen, dass die Zahl neu errichteter Eigentumswohnungen von 123 auf 75 (minus 39 Prozent) sank, während die Zahl der gebrauchten Wohnungen um zehn Prozent stieg (von 466 auf 514). Dies ermittelte der Mainzer Gutachterausschuss. Daraus lässt sich zum einen ersehen, dass die Nachfrage nach Wohneigentum ungebrochen hoch, die Neubautätigkeit jedoch rückläufig ist. Wenn aber immer weniger Wohnungen auf den Markt kommen, wird es in Zukunft immer schwieriger, in der Landeshauptstadt eine passende Immobilie zu finden. Zudem werden die Wohnungsmieten weiter steigen.
In den sehr guten Lagen von Mainz (wie in Gonsenheim oder der Oberstadt) sind die Eigenheimpreise leicht gestiegen und zwar von 480.000 auf 490.000 Euro (zwei Prozent). In Wiesbaden stiegen die Preise für vergleichbare Häuser um ein Prozent, von 895.000 auf 900.000 Euro. Am günstigsten sind in der Region die Häuser in Alzey (240.000 Euro), in Bingen muss man 440.000 Euro einrechnen, in Ingelheim 470.000.
Die Wohnungskaltmieten stiegen in den vergangenen zwölf Monaten in vielen Städten. In Mainz kletterten sie um drei bis vier Prozent, in Wiesbaden um bis zu drei Prozent. Den größten Schub machten die Wohnungsmieten allerdings in Ingelheim (elf Prozent): hier stiegen die Netto-Kaltmieten in einfachen Lagen von 4,50 auf fünf Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Die höchsten Mieten muss man an guten Standorten von Wiesbaden mit zehn Euro bezahlen, in Mainz muss man neun Euro einrechnen, in Ingelheim 7,50 Euro.
Die Nachfrage nach Büros ist in Mainz in den vergangenen Monaten gestiegen. Vor allem moderne, gut ausgestattete Flächen (mit Sonnenschutz, Stellplätzen, Kabelkanälen) werden von Branchen wie Ärzten, Finanzdienstleistern und Krankenkassen nachgefragt. Die Mieten für solche Büros liegen bei elf bis 13 Euro (Netto-Kaltmiete). Für mittelgute Räume muss man neun Euro kalkulieren. In Wiesbaden muss man in guten Bürolagen zwischen zwölf und 14 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche einrechnen (Europaviertel, Mainzer Straße, Abraham-Lincoln-Straße), in der Innenstadt etwa ein Euro mehr.
Die Mieten für Ladenlokale sind in Mainz in den vergangenen Monaten teilweise gestiegen. Sie kletterten - je nach Ausstattung und Lage - zwischen drei und 18 Prozent. Die größten Preisanstiege gab es dabei in den 1a-Lagen (Stadthausstraße, Schusterstraße, Am Brand sowie in Teilen der Ludwigstraße). Die Durchschnittskaltmiete stieg in diesen Lagen um circa 15 Prozent pro Quadratmeter Verkaufsfläche.
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