(Dortmund, 12.3.2009) In Nordrhein-Westfalen blieben die Preise für Eigenheime in den vergangenen zwölf Monaten überwiegend konstant. Die Preise für Eigentumswohnungen gaben hingegen teilweise nach – insbesondere in ländlichen Regionen und einfachen Lagen. Die Wohnungsmieten stiegen hingegen vor allem in Städten an, die mehr als 300.000 Einwohner zählen. Dies geht aus dem Preisspiegel NRW-Wohnimmobilienmarkt 2009 des Immobilienverbands IVD-West hervor. Die Wirtschaftskrise wirkt sich derzeit nicht auf die Immobiliennachfrage der privaten Käufer aus. Die günstigen Zinsen und die Renaissance der Immobilie als Anlageform haben in den vergangenen sechs Monaten sogar in vielen Städten NRWs zu einer größeren Nachfrage geführt. Da in den zurückliegenden zwei Jahren insbesondere in den Ballungsgebieten die Wohnungskaltmieten stiegen, entscheiden sich zudem mehr Verbraucher für Eigentum. Bei Zinssätzen um die vier Prozent und hohen Mietnebenkosten, kann die monatliche Belastung unter dem Strich in einem energetisch sparsamen neuen Eigenheim günstiger sein als in der derzeitigen Mietwohnung. Die Preise für Eigentumswohnungen gaben in den zurückliegenden zwölf Monaten insbesondere in einfach ausgestatteten Häusern in schlichten Lagen nach. Um mehr als zehn Prozent sanken die Wohnungspreise in diesem Segment beispielsweise in Ahlen, Arnsberg, Brilon, Rösrath, Eitorf, Jülich, Waldbröl und Wermelskirchen. Um 20 Prozent und mehr gaben sie in Wesel, Kürten und Burscheid nach. Aber auch in einigen Großstädten gab es eine ähnliche Entwicklung: in Dortmund sanken an einfachen Standorten die Preise für Eigentumswohnungen von 900 auf 750 Euro pro Quadratmeter (minus 17 Prozent), in Wuppertal von 1.050 auf 950 Euro (minus 10 Prozent), in Bergisch Gladbach von 500 auf 380 Euro (minus 24 Prozent). Preissteigerungen gab es dagegen in Münster (von 600 auf 700 Euro pro Quadratmeter), Paderborn und Siegen. Die Preise für Wohnungen im Neubau-Erstbezug blieben hingegen überwiegend stabil und sind in Düsseldorf am höchsten. Hier muss man in sehr guten Lagen etwa 4.000 Euro pro Quadratmeter einrechnen, in Köln und Münster liegen die Preise an vergleichbaren Standorten bei 3.500 Euro, in Essen bei 3.400 und in Bonn bei 3.200 Euro. Am günstigsten sind Wohnungen in diesem Segment in Stolberg mit 1.200 Euro.
Die Wohnungskaltmieten kletterten insbesondere in den Großstädten NRWs, die mehr als 300.000 Einwohner zählen. In guten Lagen kletterten die Mieten im Schnitt in Altbauten um zwei, im Neubau-Erstbezug um vier Prozent. In guten Lagen von Bielefeld muss man in Gebrauchtwohnungen derzeit mit 6,50 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen - zwei Prozent mehr als im Vorjahr. In Dortmund kletterten sie um vier Prozent auf 5,90 Euro, in Essen um acht Prozent auf 6,50 Euro. Die größten Mietsteigerungen gab es für Neubau-Wohnungen in Düsseldorf: Hier kletterten die Mieten von zehn auf 13 Euro, in Mönchengladbach stiegen sie um 25 Prozent auf zehn Euro. In der Landeshauptstadt sind die Mieten im Erstbezug mit 13 Euro am höchsten, gefolgt von Köln (10,50 Euro) und Bonn, Ratingen und Mönchengladbach mit jeweils zehn Euro. Am günstigsten wohnt es sich im Neubau in Fröndenberg und Windeck mit fünf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter Wohnfläche. Die Preise für freistehende Eigenheime sind in NRW überwiegend stabil geblieben. Lediglich bei sehr gut ausgestatteten Häusern in ländlichen Regionen gaben sie teilweise nach. Der Grund: in diesem Bereich ging die Nachfrage zurück, weil es die Menschen eher in die Städte zieht. Zudem verfügen diese Häuser oft über große Gärten sowie Schwimmbäder, die viel Pflege benötigen und hohe Nebenkosten verursachen. Um neun Prozent gaben die Preise in diesem Segment in Ahlen, Arnsberg und Eitorf nach. Um zehn beziehungsweise elf Prozent sanken sie in Jülich, Monheim, Minden, Gütersloh und Sankt Augustin. Den größten Rückgang gab es mit 24 Prozent in Lübbecke – von 250.000 auf 190.000 Euro. In den neun Städten NRWs mit über 300.000 Einwohnern muss man im Schnitt für ein freistehendes Eigenheim in guter Lage derzeit 412.778 Euro einrechnen (plus zwei Prozent). Die Spanne reicht hierbei von 285.000 Euro (Bielefeld) bis 580.000 Euro in Düsseldorf. Am unteren Ende der Preisskala befinden sich Lübbecke und Windeck, wo man für ein vergleichbares Eigenheim 140.000 beziehungsweise 145.000 Euro berechnen muss.
Der Preisspiegel Wohnimmobilienmarkt NRW 2009 kann für 30 Euro (inkl. MwSt., zzgl. Versand) beim IVD-West bestellt werden, Tel: (0221) 95 14 97-0, E-Mail: info@ivd-west.net. Abdruck honorarfrei. Diesen Text können Sie auch aus dem Internet kopieren unter www.ivd-west.net, Rubrik "Presse".Ansprechpartner: Bernhard Hoffmann, Pressesprecher IVD-West Telefon (0221) 95 14 97-14, E-Mail: hoffmann@ivd-west.net
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