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(Saarbrücken, 26.6.2009) Die Preise für freistehende Eigenheime, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen sind in vielen Kommunen in den vergangenen zwölf Monaten gesunken. Besonders ländliche Gebiete des Saarlands waren davon betroffen. Die Wohnungsmieten hingegen blieben überwiegend stabil. In einigen Städten stiegen sie sogar leicht an.


Dies geht aus dem neuen Immobilienpreisspiegel Saarland 2009 hervor, den der Immobilienverband IVD-West herausgab und in dem 14 Orte untersucht wurden.
Allgemeine Entwicklung: Die Wirtschaftskrise wirkt sich bis dato kaum auf den regionalen Immobilienmarkt aus. Dass die Immobilienpreise vor allem in ländlichen Regionen rückläufig sind, ist ein Trend, der bereits seit einigen Jahren vorherrscht. Grund: Die Menschen wollen lieber in der Stadt leben. Stadtliebhaber sind zum einen junge Familien, aber auch viele über 50-Jährige, die ihr Eigenheim auf dem Land verkaufen und in die Stadt ziehen wollen, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Denn hier sind die Wege kürzer und die Versorgung mit Restaurants, Ärzten und Läden besser.
Zwei Käufergruppen dominieren den Immobilienmarkt: Zum einen Vermögende, die ihr Geld wegen der Kursrückgänge nicht mehr in Aktien, sondern stattdessen in vermietete Immobilien investieren. Sie suchen vor allem vermietete Mehrfamilienhäuser mit sechs bis zwölf Wohnungen beziehungsweise vermietete Eigentumswohnungen mit mindestens 70 Quadratmetern Wohnfläche. Auch aus Angst vor einer Inflation sehen sie eine Immobilie als wertstabiles Investment. Die zweite Gruppe sind Familien mit mittleren Einkommen. Diese würden gerne ein Eigenheim bauen oder kaufen. Ihre Wünsche scheitern aber häufig an den Banken, die bei der Kreditvergabe vorsichtiger sind und mindestens 20 Prozent Eigenkapital fordern. Außerdem zögern viele den Erwerb hinaus, weil sie durch die Wirtschaftskrise Angst haben, in den kommenden Monaten ihren Job zu verlieren.
Alleine in der Automobilindustrie, in der jeder zehnte Saarländer tätig ist, planen laut Auskunft des Branchennetzwerks "Automotive Saarland" mehr als zwei Drittel der rund 150 zusammengeschlossenen Betriebe Kurzarbeit beziehungsweise haben Betriebe ihre Mitarbeiter bereits in Kurzarbeit geschickt. Wenn Kurzarbeit als Maßnahme nicht mehr ausreicht und die Firmen Mitarbeiter entlassen, wird die Nachfrage nach Wohnimmobilien zurückgehen und die Immobilienpreise könnten weiter fallen, so die IVD-Makler.

Immobilienpreise. Während die Preise in der Landeshauptstadt sowie in Völklingen, Saarlouis und Homburg überwiegend stabil blieben, sanken sie in kleineren Gemeinden wie in Sulzbach, Heusweiler, Dudweiler, Ottweiler und Merzig. Dort gingen die Eigenheimpreise - je nach Ort und Lage - zwischen vier und 18 Prozent zurück. Den größten Rückgang mit 18 Prozent gab es für einfache und mittelgut ausgestattete Eigenheime in Dillingen.


Für ein gut ausgestattetes, gebrauchtes Eigenheim muss man in Homburg derzeit 210.000 Euro einrechnen, in Neunkirchen 170.000, in Saarbrücken 350.000 und in Wadern 130.000 Euro.

Die Preise für Eigentumswohnungen sind in den vergangenen zwölf Monaten ebenfalls in vielen Städten gesunken. Je nach Ort und Lage gaben sie zwischen drei und 18 Prozent nach. Insbesondere schlicht ausgestattete Wohnungen (ohne Balkon, mit einem alten Bad und ohne Aufzug) waren von diesen Rückgängen betroffen. In guten Lagen waren die Rückgänge geringer beziehungsweise blieben die Preise stabil. Einzig in Saarbrücken kletterten die Wohnungspreise in guten Lagen wie am Rotenbühl, Triller oder Staden um drei Prozent: von 1.550 auf 1.600 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.
Die Baulandpreise sind nahezu überall konstant geblieben. Am tiefsten müssen Häuslebauer für einen Bauplatz in bevorzugter Lage der Landeshauptstadt in die Tasche greifen: 420 Euro kostet hier der Quadratmeter. In vergleichbaren Lagen von Homburg kostet Bauland 230, in Saarlouis 280, in Sulzbach 165 und in Wadern 80 Euro.

Während für Wohnungen in einfachen Lagen die Kaltmieten überwiegend stabil blieben, stiegen sie an mittelguten und guten Standorten teilweise an. Preissteigerungen zwischen vier und elf Prozent gab es - je nach Ort - in Dillingen, Heusweiler, Saarbrücken, Sankt Ingbert, Saarlouis und Sulzbach. Der Grund: in den vergangenen Jahren wurden kaum Neubauten errichtet, so dass bei einer höheren Nachfrage die Mietpreise stiegen. Mit 6,75 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche müssen die Saarländer in der Landeshauptstadt für gut gelegene Wohnungen rechnen. Bei 6,50 Euro liegen die Mieten in Saarlouis, bei 4,50 in Völklingen, Wadern und Ottweiler.

Die Büromieten blieben in den zurückliegenden zwölf Monaten überwiegend konstant. Lediglich für modern ausgestattete Büros (mit Kabelkanälen, Sonnenschutz, Parkplätzen, neuen Bodenbelägen) in guten Lagen von Saarbrücken muss man 13 Prozent mehr bezahlen als vor einem Jahr. In der Landeshauptstadt muss man nunmehr 8,50 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche (Netto-Kaltmiete) einrechnen, in Saarlouis sechs und in Homburg, Heus- und Dudweiler 5,50 Euro.

Die Mieten für Ladenlokale gingen in vielen der 14 untersuchten Städte zurück: Davon betroffen waren sowohl die Top- als auch die Nebenlagen. Die Rückgänge lagen zwischen drei und 21 Prozent - je nach Stadt und Standort. Einzig in der Saarbrücker Bahnhofsstraße stiegen die Ladenmieten: von 75 auf 85 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche (plus 13 Prozent). In Saarlouis muss man 23 Euro, in Homburg und Sankt Ingbert jeweils 16 Euro einrechnen.

Der Preisspiegel Immobilienmarkt Saarland 2009 kann für 9,90 Euro (inkl. MwSt., zzgl. Versand) beim IVD-West bestellt werden, Tel: (0221) 95 14 97-0, E-Mail: info@ivd-west.net.

Abdruck honorarfrei


Diesen Pressetext finden Sie auch zum Download auf der
Website: ivd-west.net, Rubrik "Presse".

Ansprechpartner:
Burkhard Blandfort
Stellv. Vorsitzender IVD-West
Telefon (06831) 70 76 76,

E-Mail: info@blandfort-immobilien.de

 

Bernhard Hoffmann
Pressesprecher IVD-West
Telefon (0221) 95 14 97-14,

 E-Mail: hoffmann@ivd-west.net