log
Verbraucher-InfosImpressumKontaktIVD Intern
Presse

Weniger verkauften Neubau-Eigentumswohnungen, höhere Zahl an verkauften Bestandswohnungen

 

Der Immobilienmarkt der Rhein-Main-Region zeigte sich im Segment der Mietwohnungen preislich gefestigt: Vielerorts blieben die Mietpreise unverändert, lediglich in Mainz ist ein leichter Mietanstieg von zwei bis drei Prozent erkennbar. Wohneigentum zeigt allgmein einen leichten Trend nach unten, bei Eigenheimen zwischen minus ein und minus vier Prozent, bei Reihenmittelhäusern minus zwei bis minus sechs Prozent und bei Eigentumswohnungen ebenfalls bei minus zwei bis minus sechs Prozent. Trotz leichter Wertverluste gibt es auch Standorte, die gegen diesen Trend ziehen. Dies berichtet der Immobilienver-band IVD West.


Der „Rückzug“ von der Vorstadt in die Innenstädte macht sich auch im Großraum Rhein-Main bemerkbar. Entsprechend werden derzeit eher innerstädtische Immobilien nachgefragt als ländliche Objekte. Orte wie Ingelheim oder Alzey verzeichneten die konstantesten Preisrückgän-ge. So ging der Wert von Eigentumswohnungen in Ingelheim um 3 bis 5 Prozent zurück, in Alzey um 4 bis 5 Prozent. Eigenheime in guten Lagen in Wiesbaden erreichten mit 10 Prozent den größten Wertan-stieg in der Region, von 580.000 Euro auf 650.000 Euro.

 

Im Vergleich der Jahre 2007 zu 2008 wurden in Mainz weniger ver-kauft, genau minus ein Prozent. Bei den unbebauten Gewerbegrund-stücken waren es zehn weniger, somit –42 Prozent. Die Zahl der ver-kauften Wohngrundstücke, die bebaut sind, stieg um 50 und zeichnete so ein Plus von neun Prozent. Bebaute Gewerbegrundstücke ver-kauften sich um 12 Prozent besser als im Vorjahr, eine Steigerung von 6 verkauften Anlagen. Das Segment der verkauften Eigentumswoh-nungen im Neubau weist einen Verlust von 23 Prozent, von 179 Ob-jekten im Jahre 2007 auf 138 Objekte im Jahre 2008. Die Zahl der weiterverkauften Bestandswohnungen stieg von 985 auf 1030. Das Plus von 45 Wohnungen entspricht einem Anstieg von fünf Prozent. Wie in den vergangenen Jahren wurden somit mehr Bestandswoh-nungen und weniger Neubauwohnungen verkauft. Die Gesamtzahl der verkauften Wohnungen ist weiterhin steigend.

 

In den sehr guten Lagen der Landeshauptstadt Mainz, wie in Gonsenheim oder der Oberstadt, sind die Eigenheimpreise leicht gestiegen und zwar von 490.000 auf 500.000 Euro (zwei Prozent). In Wiesbaden blieben die Preise für vergleichbare Häuser unverändert bei 900.000 Euro. Am günstigsten sind in der Region die Häuser in Alzey (240.000 Euro), in Bingen und Ingelheim muss man 450.000 Euro einrechnen. In mittleren, guten und sehr guten Lagen in Bingen stiegen die Eigenheimpreise durchweg um zwei bis drei Prozent.

Die Kosten für gebrauchte Reihenmittelhäuser gingen in vielen Städten – mit Ausnahme von Wörrstadt - zurück. In Mainz gaben sie um zwei bis fünf Prozent nach, in Ingelheim um zwei bis drei, in Wiesbaden um vier Prozent. Die günstigsten Reihenmittelhäuser befinden sich mit 120.000 Euro in einfachen Lagen in Wörrstadt, während die kostenintensivsten mit 325.000 Euro in sehr guten Lagen in Wiesbaden liegen. Auch bei den Eigentumswohnungen fällt die Landeshauptstadt Hessens aus dem Rahmen. Während in den meisten Städten die Quadratmeterpreise für Wohnungen leicht zurückgingen oder stabil blieben (Wörrstadt), stiegen sie in Wiesbaden in guten und sehr guten Lagen um zwei bzw. drei Prozent. Die Verkaufspreise pro Quadratmeter liegen in sehr guten Wiesbadener Lagen wie Sonnenberg bei einen Spitzenwert von 2.950 Euro. In Mainz blieben die Preise in sehr guten Lagen bei 1.700 Euro, in Alzey sanken sie erneut in vergleichbaren Lagen in diesem Jahr auf 1.250 Euro.

 

Die Wohnungskaltmieten stiegen in den vergangenen zwölf Monaten in vielen Städten. In Mainz kletterten sie um drei bis vier Prozent, in Wiesbaden um bis zu drei Prozent. Den größten Schub machten die Wohnungsmieten allerdings in Ingelheim (elf Prozent): hier stiegen die Netto-Kaltmieten in einfachen Lagen von 4,50 auf 5 Euro pro Qua-dratmeter Wohnfläche. Die höchsten Mieten muss man an guten Standorten von Wiesbaden mit 10 Euro bezahlen, in Mainz muss man 9 Euro einrechnen, in Ingelheim 7,50 Euro.

Die Nachfrage nach Büros ist in Mainz in den vergangenen Monaten konstant geblieben. Vor allem moderne, gut ausgestattete Flächen (mit Sonnenschutz, Stellplätzen, Kabelkanälen) werden von Branchen wie Ärzten, Finanzdienstleistern und Krankenkassen nachgefragt. Die Mieten für solche Büros mit gutem Nutzwert liegen bei 13 Euro/m² (Netto-Kaltmiete). Für mittelgute Räume muss man weiterhin 9 Euro kalkulieren. In Wiesbaden muss man in guten Bürolagen zwischen 9 und 12,50 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche einrechnen (Europaviertel, Mainzer Straße, Abraham-Lincoln-Straße), in der Innenstadt etwa ein Euro mehr.

 

Die Mieten für Ladenlokale sind in Mainz in den vergangenen Monaten in Geschäftskernlagen leicht gestiegen. Sie kletterten zwischen 4 und 11 Prozent, in 1a-Lagen von 45 bis 65 Euro auf 50 bis 70 Euro und in 1b-Lagen von 12,50 bis 18 Euro auf 13 bis 19 Euro. Die größten Preisanstiege gab es dabei in den 1a-Lagen mit großen Ladenflächen (Stadthausstraße, Schusterstraße, Am Brand sowie in Teilen der Lud-wigstraße). In den Nebenkernlagen der Domstadt hielten sich die Preise auf Vorjahresniveau, zwischen 6 und 15 Euro/m². In Wiesba-dens 1a-Verkaufslagen wie der Kirchgasse liegt das Preisniveau bei 80 bis 100 Euro/m². In Nebenkernlagen erstreckt sich die Preisspanne zwischen acht und 22 Euro/m².

 

Abdruck honorarfrei.