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Büromieten bleiben in den rheinischen Metropolen auf hohem Niveau

 

Er ist klein und langsam, aber er nähert sich: der Wirtschaftsaufschwung. Zwar hatte die Rezession die Immobilienbranche in Deutschland nie wirklich erreicht, aber nach zwei ruhigen Jahren, die sich in konstanter Vermietungsleistung und geringfügig schwankenden Mieten bemerkbar machten, erwartet der nordrhein-westfälische Ge-werbeimmobilienmarkt ein sehr statisches Jahr 2010. Bereits in diesem Jahr sind die Mieten für Büroflächen und insbesondere Ladenlokale in Anstiegslaune gewesen. In Düsseldorf sind die Büromieten trotz Krisenstimmung um ganze 18 Prozent in mittelguten und guten Lagen gestiegen. Hinzu kommt, dass die Nachfrage an Gewerbeimmobilien konstant blieb. Köln konnte einige bedeutsame Bauprojekte finali-sieren und ohne Preisrückgänge auf dem Büromarkt ein gutes Jahr verzeichnen. Im wirtschaftlich aktiven Bonn stiegen die Büro-Netto-Kaltmieten um drei bis neun Pro-zent. Besonders die Rheinschiene bildet somit eine der sichersten Preisachsen im Land. Dies geht aus dem Preisspiegel NRW-Gewerbeimmobilienmarkt 2009 hervor, den der Immobilienverband Deutschland (IVD), Region West, herausgab.

 

Für moderne Büros in guter Lage wie im Mediapark oder in der Innenstadt muss man in der Domstadt etwa 15 Euro (Netto-Kaltmiete) pro Quadratmeter Nutzfläche einplanen. Damit liegt der Preis genauso hoch wie bei vergleichbaren Flächen in Bonn. Die teuersten Flächen findet man in der Landeshauptstadt. Pro Quadratmeter Nutzfläche liegen die Mieten bei stolzen 20 Euro (Netto-Kaltmiete): Gegenüber dem Vorjahr macht sich die Steigerung der Mieten um 18 Prozent bemerkbar. Die rheinischen Metropolen Köln, Düsseldorf und Bonn zählen somit auch in diesem Jahr zu den attraktivsten Standorten der Bundesrepublik für Einzelhandel und andere Wirtschafts-unternehmen.

Wie in der gesamten Bundesrepublik war die Neuvermietung von Büroflächen zu-rückhaltender als in den den letzten drei Jahren. Dies ist jedoch auf die allgemeine Wirtschaftslage zurückzuführen und hat keine direkten standortbezogenen Ursachen. Im 3. Quartal 2009 wurden in Köln insgesamt 153.000 Quadratmeter Bürofläche neuvermietet. In Düsseldorf wurde mit 163.000 Quadratmetern wieder der höchste Neuvermietungswert in NRW erreicht. In den beiden Metropolen liegt der Wert damit deutlich unter dem Vorjahresniveau. Dies ist jedoch auf die derzeit noch ausstende Unterzeichnung von Großverträgen wie z.B. Vodafone in Düsseldorf-Seestern zurückzuführen. In Bonn belief sich die Zahl der neuvermieteten Bürofläche auf 77.000 Quadratmeter. Die Bundesstadt hat dabei die besondere Situation, dass viele Bü-roflächen von ansässigen Großunternehmen und öffentlichen Einrichtungen gemietet wurden (Deutsche Telekom, Kultusministerkonferenz, Deutsche Post). Die Angebotsreserve an Büroflächen stieg laut BNP Paribas aktuell in Köln von 593.000 Quadrat-meter auf 680.000 Quadratmeter (14,7%), in Düsseldorf von 894.000 Quadratmeter auf 1.003.000 Quadratmeter (12,2%) und in Bonn auf 135.000 Quadratmeter (3,7%). In der Landeshauptstadt werden landesweit die höchsten Ladenmieten bezahlt: in den Toplagen Königsallee und Schadowstraße müssen Mieter pro Quadratmeter Verkaufsfläche 220 Euro (Netto-Kaltmiete) einkalkulieren.


In Köln stiegen die Ladenmieten gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent: In der Hohe Straße und auf der Schildergasse müssen Mieter etwa 200 Euro pro Quadratmeter einrechnen. Um 10 Prozent, also auf 110 Euro pro Quadratmeter, stiegen die Preise in Bonn auf der Stern- und Regiusstraße.