Immobilienmarkt OWL: Eigentumswohnungen und Reihenhäuser günstiger, Mieten unverändert Nach der Rezession wächst das Interesse am Hauskauf; die Nachfrage steigt vor allem in den größeren Zentren der Region. Der Immobilienmarkt der Region Ostwestfalen-Lippe ist äußerst stabil: Die Wohnungsmieten sind fast unverändert zum Vorjahr. Die Preise für Reihenhäuser und Eigentumswohnungen gingen in vielen Orten sogar zurück. In Paderborn, Detmold, Minden, Rheda-Wiedenbrück und Rietberg sanken die Preise für Eigentumswohnungen um bis zu 14 Prozent. Der Quadratmeterpreis in mittelguten Lagen in Minden fiel von 700 EUR auf 600 EUR, in guten Lagen von 900 EUR auf 800 EUR. Dies geht aus den aktuellen Immobiliendaten des Immobilienverbands IVD West hervor.
Allgemeine Lage. Die Konjunktur läuft zwar nur schleppend an, nach der Rezession, aber der deutsche Immobilienmarkt lockt Anleger weiterhin. Die Nachfrage nach Immobilien bleibt konstant. Die Unruhen im Aktien- und Wertpapiergeschäft haben das sichere „Be-tongold“ auch für sonst risikofreudigere Zielgruppen attraktiv gemacht. Der letztjährige Trend Mehrfamilienhäusern als Anlageobjekt verstärkt zu erwerben ist nach wie vor gegeben, während der Kauf von einzelnen Wohnungen zur Vermietung leicht gestiegen ist. Der Neubau von Ein- und Mehrfamilienhäusern ist in den vergangenen Monaten weiter zurückgegangen. In Bielefeld sank die Zahl der Baugenehmigungen im Jahr 2009 um etw 6 Prozent im Vergleich mit dem Vorjahr. Der Verkauf von Bestandsimmobilien liegt weiterhin stark über dem Niveau von Neubauten, die durchschnittlich um 25 Prozent teurer sind. Hier ist die Nachfrage vor allem im höheren Preissegment, zum Beispiel in Bielefeld ab 380.000 Euro, sowie bei preisgünstigen, renovierungsbedürftigen Häusern hoch, die in Bielefeld etwa 170.000 Euro kosten. Da die Banken bei der Finanzierung vorsichtiger geworden sind und Käufer 20 Prozent Eigenkapital mitbringen sollen, steigen mehr Verbraucher auf diese bezahlbaren Häuser um, um diese im zweiten Schritt zu sanieren.
Im mittleren Preissegment, in dem vor allem junge Familien suchen, ist die Nachfrage hingegen etwas zurückgegangen. Der Grund: Viele verfügen derzeit nicht über das nötige Eigenkapital und warten ab, bis sie das nötige Geld angespart haben.
Immobilienmarkt Bielefeld. Die Bielefelder Innenstadt wird zum Wohnen immer attraktiver und die Nachfrage an zentralgelegenen Immobilien steigt deutlich. Besonders gesucht sind Wohnungen und Häuser im Musikerviertel, am Botanischen Garten, Ostpark sowie im Bielefelder Westen. Die Immobilienpreise blieben in nahezu allen Segmenten stabil. In der erweiterten Innenstadt wurden Neubaugebiete erschlossen, die in sehr kurzer Zeit auch veräußert wurden. Dies bestätigt, die neuentdeckte Attraktivität der Innenstadt. In randlägigen Stadtteilen, wie Ubbedissen oder Schröttinghausen, wird es zunehmend schwieriger Immobilientransaktionen abzuwik-keln. Im Bielefelder Umland (Steinhagen, Enger, Werther und Halle) sieht die Problematik ähnlich aus. Häuser aus 1970er und 1980er Jahren zeigen sich eenfalls als schwierige Objekte, da die Aussta-tung oft als unzeitgemäß wahrgenommen wird. Die Bielefelder Wohnungsmieten sind unverändert stabil. In guten Lagen wie in der Altstadt sowie im erweiterten Innenstadtbereich muss man etwa sechs bis 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (Netto-Kaltmiete) einrechnen. In entfernteren Stadtteilen liegen die Mieten bei 5 Euro.
Büro- und Ladenmieten stabil Wie bei den Wohnimmobilien, so konzentriert sich auch die Nachfrage bei Büroflächen auf die Innenstadt. Außerdem ist eine moderne Ausstattung (Klimaanlage, neue Beleuchtung, Sonnenschutz, ausreichend Parkplätze) gefragt. Für solche Büros muss man etwa acht Euro pro Quadratmeter Nutzfläche (Netto-Kaltmiete) einkalkulieren. Für unsanierte Büros aus den 1950er bis 1970er Jahren ist es hingegen schwierig, neue Mieter zu finden, da sie zumeist diese Ansprüche nicht erfüllen. Dadurch, dass in dem wirtschaftlich schwierigen Jahr keine nennenswerte Zahl an Betrieben in Bielefeld ihr Ge-schäft aufgaben, bleibt die Vermietung von Flächen konstant. Die Nachfrage und Mieten sind ebenfalls stabil.
Die Ladenmieten in der Bielefelder 1a-Lage Bahnhofstraße hielten sich auf Vorjahresniveau. Hier muss man für ein ebenerdiges Ladenlokal bis etwa 60 Quadratmeter Fläche ab 70 Euro pro Quadrat-meter Verkaufsfläche (Netto-Kaltmiete) rechnen. In der Altstadt lie-gen die Ladenmieten zwischen 13 und 50 Euro – je nach Ausstat-tung und Lauflage. In Paderborn gingen insbesondere in guten und mittelguten Lagen die Preise für Eigentumswohnungen zurück - je nach Lage und Aus-stattung um acht beziehungsweise zehn Prozent. Die Preise für Reihenhäuser und Eigenheime blieben auf breiter Front unverändert. Für ein Reihenhaus in sehr guter Lage muss man im Hochstift mit etwa 210.000 Euro kalkulieren, Eigenheime liegen bei etwa 450.000 Euro. Zu den bevorzugten Paderborner Wohngegenden zählen die Südstadt, Elsen, Schloß Neuhaus, die Fischteiche sowie der Dörener Weg. Die Wohnungsmieten sind in Paderborn weitgehend stabil geblieben. Für einfach ausgestattete Wohnungen muss man derzeit etwa 4,10 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (Netto-Kaltmiete) kalkulieren, in mittelguten Lagen fünf Euro. In den sehr guten Lagen stiegen die Mieten um etwa zwei Prozent, von 5,40 Euro auf 5,50 Euro. Da der Mietwohnungsbau auch im letzten Jahr weiter zurückgegangen ist, könnten in den kommenden zwei Jahren Wohnungen knapp werden, da die Stadt wirtschaftlich floriert und die Bevölkerungsentwicklung sehr positiv ist.
In Gütersloh gaben die Preise für gebrauchte Reihenhäuser in mittelguten und guten Lagen nach, um acht beziehungsweise um sieben Prozent. Eigenheime zeigten sich im Wert unverändert, so muss man beim Erwerb in sehr guten Lagen mit mindestens 300.000 Euro rechnen. Eigentumswohnungen blieben im Preis ebenfalls unverändert; in guten Lagen muss man hier bei den eigenen vier Wänden mit 1.000 Euro pro Quadratmeter und 1.400 Euro in sehr guten Lagen kalkulieren. Bei Gütersloher Wohnungsmieten zeigte sich weder Steigerung noch Senkung. In mittelguten Lagen muss man etwa 4,50 Euro pro Qua-dratmeter Wohnfläche rechnen, an guten Standorten liegt die Kalt-miete bei etwa fünf Euro.
In Detmold blieben die Preise für Eigenheime und Reihenhäuser überwiegend stabil. Lediglich bei Reihenhäusern in einfachen Lagen sanken die Preise um etwa 15 Prozent, von 100.000 Euro auf 85.000 Euro. Bei den Eigentumswohnungen in sehr guten Lagen sanken die Preise von 1.300 Euro pro Quadratmeter auf 1.200 Euro; damit um 8 Prozent. Nach den Sanierungsarbeiten am Detmolder Marktplatzes im Vorjahr stabilisierten sich die Umsätze der Einzelhändler wieder. Die Ladenmieten in 1a-Lagen blieben bei 22 Euro pro Quadratmeter für kleine Geschäfte und 19 Euro für größere Geschäfte (ab 100m²). Abdruck honorarfrei. Ansprechpartner: Philipp Schiwek, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Telefon (0221) 95 14 97-14, E-Mail: schiwek@ivd-west.net Über den IVD West Der Immobilienverband IVD West e.V. mit Sitz in Köln ist die regio-nale Untergliederung des IVD Bundesverbands, der größten Berufs-organisation und Interessensvertretung der Beratungs- und Dienst-leistungsberufe in der Immobilienwirtschaft in Deutschland. Der IVD West vertritt ca. 1.350 Mitgliedsunternehmen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Verbandsmitglieder führen das IVD-Gütesiegel und haben damit ihre Fachqualifikationen nach-gewiesen, halten genaue Wettbewerbsregeln ein und sind speziell versichert. Die so genannte Vermögenshaftpflichtversicherung ist ein Muss. Das IVD-Logo ein Gütesiegel für Kompetenz und Professiona-lität. Im Jahre 2004 schloss sich der IVD aus den beiden Verbänden Ring Deutscher Makler und Verband Deutscher Makler zusammen.

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