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Für ein gebrauchtes, freistehendes Eigenheim in guter Lage wie an den Wuppertaler Nord- und Südhöhen muss man etwa 315.000 Euro einrechnen, etwa 2 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei sehr gut ausgestatteten Häusern an stark nachgefragten Standorten gaben die Preise leicht nach: von 420.000 auf 410.000 Euro. Nur wenige Häuser erzielen weitaus höhere Verkaufspreise. Hohe Nebenkosten sind eine weitverbreite Schwierigkeit, die hochpreisige Immobilien mit sich bringen. Ein Schwimmbad oder ein großes und damit pflegebedürftiges Grundstück mit über 2.000 Quadratmetern sind langzeitig sehr kostspielig in der Unterhaltung. Viele mittelständische Unternehmer im Bergischen haben sich zwischen der späten Adenauer-Era und den frühen 1980er Jahren derart großzügige Villen gebaut. Moderne Wirtschaftsstrukturen, die auch von Führungskräften Flexibilität fordern, geben kaum Spielraum, um solch luxeriöse Anwesen privat zu unterhalten, besonders bei mittelständischen Unternehmen. Der derzeitig noch dominierende Überschuß von Luxusimmobilien schafft einen leichten Preisverfall.

Innerstädtische Eigenheimen und Eigentumswohnungen sind, vorzugsweise im architektonisch ansprechenden Briller Viertel, sehr gut nachgefragt. Der bundesdeutsche Trend der "Stadtflucht" ist auch im Bergischen Land ein wichtiger Faktor für die Immobilienpreisentwicklung. Die gute innerstädtische Infrastruktur mit Verkehrsmitteln, medizinischer Versorgung und eine Vielfalt an Einkaufsmöglichkeiten schaffen eine langfristige Sicherheit und Attraktivität, flexibel, versorgt und zentral zu leben. Eine dem Denkmalschutz angepasste weitere Bebauung in hochwertiger Ausführung im Briller Viertel zuzulassen, wie derzeit angedacht, befürwortet der IVD West.

Dass Neubaumaßnahmen sowohl bei Eigentumswohnungen als auch bei Eigenheimen auch im hochpreisigen Bereich ihre Abnehmer finden, so fern Qualität und Architektur stimmen, kann man an mehreren Stellen in der Stadt derzeit erkennen.

Den Gesamtmarkt jedoch betrachtend sind Eigentumswohnungen in Wuppertal preislich reizvoller geworden. Mit Rückgängen von sieben bis 11 Prozent, ist der Markt auch für Kleinanleger lukrativer geworden. Das derzeit viel diskutierte Haushaltssicherungs-konzept steigert nach Ansicht der Makler zwar nicht die Attraktivität der Stadt, hat aber keinen direkten Einfluss auf die Immobilienpreise.

Allerdings ist ein neuer Trend zu beobachten:Für viele Immobilienbesitzer können die Börsennachrichten derzeit gar nicht schlecht genug sein. Mit jeder Meldung über einen drohenden Wertverfall des Euro und der wachsenden Gefahr einer Inflation steigt die Nachfrage nach Sachwerten ,sodass in diesem Bereich wieder vermehrt Kapitalanleger zu finden sind.Man erwartet,dass die Sachwerte zukünftig die Gewinner der unsicheren Lage an den Kapitalmärkten sein werden und damit die Nachfrage und die Preise steigen.Im Vergleich mit anderen Kapitalanlagen besitzt die Immobilie schon seit längerem höhere Renditen.

Für sehr gute Lagen wie am Toelleturm oder im Briller- und Zooviertel muss man in diesem Jahr 1.350 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche einrechnen. Bei besonders hochwertigen Wohnungen können die Preise einhundert oder zweihundert mehr pro Quadratmeter liegen. Allgemein sind die Preise in guten und sehr guten Lagen um sieben Prozent gesunken; damit bietet sich eine sehr gute Gelegenheit für Anleger zum investieren.

Die Wohnungsmieten in Barmen und Elberfeld blieben unverändert. In gebrauchten Gebäuden in guter Lage müssen Verbraucher mit circa sechs Euro pro Quadratmeter (Netto-Kaltmiete) rechnen, im Neubau-Erstbezug mit etwa 7,20 Euro.

Das wirtschaftlich schwierige Jahr 2009 führte dazu, dass insbesondere ausländische Investoren sich aus dem international eher periphären Wuppertal zurückzogen. Zwar ist die Zahl der privaten deutschen Anleger bedeutender, dennoch läßt sich eine Nachwirkung für die lokale Wirtschaft nicht leugnen. Als bedeutendster Standort in der Region Bergisches Land zieht die Stadt an der Wupper Familien und Jobstarter an.

 

Die Büromieten blieben im vergangenen Jahr nahezu unverändert. Moderne, gut ausgestattete Räume liegen bei 6,50 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche (Netto-Kaltmiete). Für mittelgute Büros sind 5 Euro und für Räumlichkeiten mit einfacher Ausstattung 4 Euro anzusetzen.

Der Gesamtbestand an Büroflächen beläuft sich auf ca. 1,98 Mio. m² Bruttogeschossfläche, was einer reinen Mietfläche von ca. 1,59 Mio. m² entspricht. Die Quote des Angebots-Leerstandes (kurzfristig dem Markt zur Verfügung stehende Flächen) dürfte unverändert bei 5,45 Prozent mithin also rd. 86.000 m² betragen und sich im Jahr 2009 nicht nachhaltig verändert haben. Probleme bei der Vermittlung bestehen nach wie vor im Segment der sanierungsbedürftigen Objekte älteren Baujahres, die mittelfristig im Markt kaum zu plazieren sind.

Das Jahr 2009 war für den Markt an Lager- und Produktionsflächen kein einfaches Jahr. Die Netto-Mietansätze pro Quadratmeter lagen für einfache Flächen zwischen 2 Euro bis 2,50 Euro, für mittlere zwischen 2,50 Euro bis 3 Euro und für gehobene Flächen zwischen 3 Euro bis 4 Euro.

Trotz rezessiver Tendenzen, insbesondere im Automotiv-Bereich, konnten von IVD-Maklern rd. 110.000 m² Gewerbe-Industrieflächen vermittelt werden. Hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang die Vermittlung eines Bürohauses in der Schwesternstraße, der Verkauf des Gewerbeareals Breslauer Straße und der Verkauf des ELBA-Quartieres A.

Weiterhin konnten im gesamten Stadtgebiet Lager- und Produktionshallen insbesondere in der Größenklasse 1.000 m² bis 3.000 m² vermietet werden.

Das 1. Quartal 2010 zeigte auf dem Gewerbe-Immobilien-Markt deutliche Belebungs-tendenzen mit Abschlüssen von rd. 15.000 m² Hallenflächen. Wie zu hören ist, wird kurzfristig mit der Realisierung des Großprojektes ELBA begonnen, welche mit dem Neu-, Um- und Ausbau der Quartiere A,B und C mit interessanten Gestaltungs-Varianten einen weiteren Anschub für das Quartier Arrenberg bringen wird.

Remscheider Wohnimmobilienmarkt kaum verändert

In Remscheid zeigten sich die Preise für Immobilien sehr stabil. Für gebrauchte, frei stehende Einfamilienhäuser in guter Lage muss man ungefähr 300.000 Euro einkalkulieren, an sehr guten Standorten etwa 360.000 Euro (minus fünf Prozent). Reihenmittelhäuser schlagen in guten Lagen mit 210.000 Euro zu Buche.

Konstant blieben auch die Preise für Eigentumswohnungen: Für Gebrauchtwohnungen in sehr guten Lagen wie in Lennep, Rheinshagen oder Ehringhausen liegen die Preise bei 1.800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, in mittelguten Lagen bei 1.000 Euro.

Unverändert blieben die Preise für neu errichtete Eigentumswohnungen: an guten Standorten muss man für den Quadratmeter Wohnfläche etwa 2.000 Euro einrechnen.

Die Remscheider Wohnungsmieten blieben in den zurückliegenden Monaten unverändert. Für gut ausgestattete, gebrauchte Wohnungen muss man in guten Lagen 4,50 Euro einrechnen, im Neubau-Erstbezug etwa 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.


Immobiliennachfrage in Solingen bleibt konstant

In Solingen sind die Preise für frei stehende Eigenheime sowie Reihenmittelhäuser in den vergangenen zwölf Monaten überwiegend stabil geblieben. Nur in einfachen und mittelguten Lagen veränderten sich die Preise marginal. Ein frei stehendes Eigenheim (Bestandsimmobilie) in einfacher Lage sank im Preis um zwei Prozent von 205.000 Euro auf 200.000 Euro, in gleicher Proportion fielen die Preise in mittelguten Lagen von 250.000 Euro auf 245.000 Euro. Geringfügig, um drei Prozent sanken auch die Preise für gebrauchte Reihenmittelhäuser in einfacher (von 150.000 Euro auf 145.000 Euro) und mittelguter Lage (von 195.000 Euro auf 190.000 Euro).

Die Preise für Eigentumswohnungen konnten sich in mittelguten und sehr guten Lagen auf Vorjahresniveau halten. Bei einfachen Lagen sank der Quadratmeterpreis von 775 Euro auf 750 Euro und bei guter Lage und Ausstattung von 1.350 Euro auf 1.300 Euro. Im Segment der Wohnungsmieten weist Solingen einzig bei Altbauten in guten Lagen eine leichte Steigerung von 5,15 Euro auf 5,25 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (zwei Prozent) und bei Neubau-Erstbezug in mittelguten Lagen auf (von 6,50 Euro/m² auf 6,60 Euro/m²; ebenfalls eine Steigerung von zwei Prozent).

Die Büromieten in Solingen zeigen in diesem Jahr keine Veränderung zum Vorjahr. Moderne, gut ausgestattete Büroräume sind mit etwa 6,50 Euro pro Quadratmeter Nutzfläche, ohne Umsatzsteuer, einzukalkulieren. Bei mittelgut ausgestatteten Räumlichkeiten fallen noch etwa 4,50 Euro monatlich an. Ein einfacher Nutzwert schlägt mit etwa 4 Euro/m² zu Buche. Das Angebot ist derzeit sehr vielfältig, jedoch lassen sich Räumlichkeiten schwer vermitteln und die Vermarktungsdauer hat sich deutlich erhöht.

Im Bereich der Ladenmieten bleiben die Toplagen in der Hauptstraße begehrt und halten ihre Vorjahrespreise von 31 Euro pro Quadratmeter (kleines Ladengeschäft) bzw. 18 Euro pro Quadratmeter (großes Ladengeschäft). Außerhalb der 1a-Geschäftskernlagen fielen die Preise lediglich für kleine Ladengeschäfte (bis 60m²) in 1b-Geschäftskernlagen, von 11 Euro auf 10,50. Allgemein ist die Stimmung des Einzelhandels im letzten Jahr etwas zurückhaltender in Solingen gewesen, was sich aber unwesentlich auf die Marktsituation niedergeschlagen hat. Leerstände sind aktuell vermehrt im Bereich der Unteren Hauptstraße, am Ufergarten und am Eiland zu verzeichnen. (alles B-Lagen) Dies dürfte die Vorwegnahme der Fluktuation, die durch den Bau des neuen Einkaufzentrums (Projektentwickler HLG) auf dem alten Karstadtgelände entsteht darstellen.

Abdruck honorarfrei. Diese sowie weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.ivd-west.net, Rubrik "Presse".


Ansprechpartner:

Philipp Schiwek, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon: (0221) 95 14 97-14, E-Mail: schiwek@ivd-west.net

Über den IVD West


Der Immobilienverband IVD West e.V. mit Sitz in Köln ist die regionale Untergliederung des IVD Bundesverbands, der größten Berufsorganisation und Interessensvertretung der Beratungs- und Dienstleistungsberufe in der Immobilienwirtschaft in Deutschland. Der IVD West vertritt ca. 1.350 Mitgliedsunternehmen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Verbandsmitglieder führen das IVD-Markenzeichen und haben damit ihre Fachqualifikationen nach-gewiesen, halten genaue Wettbewerbsregeln ein und sind speziell versichert. Die so genannte Vermögenshaftpflichtversicherung ist ein Muss. Das IVD-Logo ein Gütesiegel für Kompetenz und Professiona-lität. Im Jahre 2004 schloss sich der IVD aus den beiden Verbänden Ring Deutscher Makler und Verband Deutscher Makler zusammen.