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Immobilienmarkt Saarland 2010:
Gestiegene Wohnungsmieten, klare Steigerungen im Bereich der Eigentumswohnungspreise


Immobilien als Kapitalanlage sehr gefragt

 

Die Preise für freistehende Eigenheime, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen konnten sich in den meisten Gemeinden des Saarlandes stabil halten. In vielen Orten zogen die Preise leicht an. Die Wohnungsmieten stiegen beson-ders in Saarbrücken. In den ländlichen Regionen kam es kaum zu Veränderungen.
Dies geht aus dem neuen Immobilienpreisspiegel Saarland 2010 hervor, den der Immobilienverband IVD West herausgab und in dem 14 Orte untersucht wurden.
Allgemeine Entwicklung: Weder die Eurokrise, noch die mühsame Konjunktur wirken sich bis dato kaum auf den regionalen Immobilienmarkt im Saarland aus. Die Renaissance der „Landflucht“, ein bun-desweit seit einigen Jahren erkennbarer Trend, macht auch vor dem Saarland nicht Halt. Die „Generation 50+“, die ihr Eigenheim auf dem Land veräußert, um sich zu verkleinern und in der Stadt von der besseren Infrastruktur zu profitieren (u.a. medizinische Versorgung, ÖPNV, gastronomische und kulturelle Angebote) und junge Familien, das Vorstadtideal abgelegt haben und die Vorzüge der Stadt für sich entdeckt haben, gehören zu den Zugpferden dieser Entwicklung. Nicht zuletzt haben deutsche Städte seit den 90er Jahren viel investiert, um attraktiver und lebenswerter zu werden.
Zwei Käufergruppen dominieren den Immobilienmarkt: Zum einen Vermögende, die ihr Geld wegen der Kursrückgänge nicht mehr in Aktien, sondern stattdessen in vermietete Immobilien investieren. Sie su-chen vor allem vermietete Mehrfamilienhäuser mit sechs bis zwölf Wohnungen beziehungs-weise vermietete Eigentumswohnungen mit mindestens 70 Quadratmetern Wohnfläche. Auch aus Angst vor einer Inflation sehen sie eine Immobilie als wertstabiles Investment. Die zweite Gruppe sind Familien mit mittleren Einkommen. Diese bauen oder kaufen ihr Eigenheim oft ausschließlich für den Eigenbedarf. Die teilweise verschärften Konditionen für den Erwerb von Krediten hatten es dieser Gruppe noch bis vor einigen Monaten etwas schwieriger gemacht, Ihren Immobilienwunsch zu realisieren.

Einfamilienhäuser. Während die Verkaufspreise in Homburg, Merzig, Ottweiler und Saarbrücken stabil blieben, stiegen sie in guten Lagen in St. Ingbert und Saarlouis. Dort gingen die Eigenheimpreise zwischen vier und sieben Prozent nach oben. Einen breiten Rückgang der Preise gab es in einfachen Lagen in Heusweiler, Neunkirchen, St. Wendel, Völklingen und Wadern. Hier fielen die Preise um zwei bis fünf Prozent.
Für ein gut ausgestattetes, gebrauchtes Eigenheim muss man in Homburg derzeit 210.000 Euro einrechnen, in Neunkirchen 170.000, in Saarbrücken 350.000 und in Völklingen 170.000 Euro.

Die Preise für Eigentumswohnungen sind in den vergangenen zwölf Monaten in einigen Städten gestiegen. Je nach Ort und Lage verteuerten sie sich zwischen zwei und 11 Prozent. Insbesondere gut ausgestattete Wohnungen (mit Balkon, modernem Bad und Aufzug) waren von diesen Preisanstiegen betroffen. In mittelguten Lagen waren Erhöhungen nur in Saarbrücken, Saarlouis und Sulzbach zu verzeichen. In den übrigen Orten blieben die Preise unverändert. In guten Saarbrücker Lagen, wie am Rotenbühl, Triller oder Staden muss man etwa 1.750 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche beim Kauf einkalkulieren.

Die Baulandpreise sind bis auf wenige Ausnahmen konstant geblie-ben. Mit einer Steigerung um 20 Prozent verteuerten sich die Bau-grundstücke in Saarbrücken, von 150 auf 180 Euro. In Saarlouis wur-den vergleichbare Lagen um neun Prozent teurer, von 160 auf 175 Euro. Am tiefsten müssen Häuslebauer für einen Bauplatz in bevor-zugter Lage der Landeshauptstadt in die Tasche greifen: 420 Euro kostet hier der Quadratmeter. In vergleichbaren Lagen von Homburg kostet Bauland 230, in Saarlouis 290, in Sulzbach 165 und in Wadern 80 Euro.

Während für Wohnungen in guten Lagen die Kaltmieten überwiegend stabil blieben, stiegen sie besonders an einfachen Standorten verstärkt an. Preissteigerungen zwischen sieben und 17 Prozent gab es – je nach Ort - in Dillingen, Saarbrücken, Sankt Wendel, Völklingen und Sulzbach. In den vergangenen Jahren wurden kaum Neubauten errichtet und eine höhere Nachfrage bei den einfa-chen Lagen ließ die Mietpreise steigen. Mit 7,25 Euro pro Quadrat-meter Wohnfläche müssen die Saarländer in der Landeshauptstadt für gut gelegene Wohnungen rechnen. Bei 6,50 Euro liegen die Mieten in vergleichbaren Lagen in Saarlouis, bei 4,50 in Völklingen, Wadern und Ottweiler.

Die Büromieten blieben in den zurückliegenden zwölf Monaten über-wiegend konstant. Lediglich für modern ausgestattete Büros (mit Kabelkanälen, Sonnenschutz, Parkplätzen, neuen Bodenbelägen) in guten Lagen von Saarbrücken und Saarlouis muss man mehr bezahlen als vor einem Jahr, sechs bzw. vier Prozent. In der Landeshauptstadt liegt der Quadratmeter-Preis (Netto-Kaltmiete) bei neun Euro, in Saarlouis bei 6,25 und in Homburg, Heus- und Dudweiler 5,50 Euro. Lediglich in Dilingen sanken die Preise von 5,50 auf fünf Euro, um neun Prozent.

Die Mieten für Ladenlokale gingen wie im vergangenen Jahr in vielen der 14 untersuchten Städte zurück: Davon betroffen waren sowohl die Top- als auch die Nebenlagen. Die Rückgänge lagen zwischen fünf und 25 Prozent - je nach Stadt und Standort. In der Saarbrücker Bahnhofsstraße fielen die Ladenmieten: von 85 auf 75 Euro pro Qua-dratmeter Verkaufsfläche und erreichten so wieder das Niveau von vor zwei Jahren. In Dilingen und Merzig waren mit einem Preisrückgang in Geschäftskernlagen von 25 bzw. 20 Prozent die größten Veränderungen zu verzeichnen. In Saarlouis muss man unverändert 23 Euro und in Homburg 16 Euro einrechnen.


Der Preisspiegel Immobilienmarkt Saarland 2010 kann für 9,90 Euro (inkl. MwSt., zzgl. Versand) beim IVD-West bestellt werden,

Tel: (0221) 95 14 97-0, E-Mail: info@ivd-west.net.

Abdruck honorarfrei


Ansprechpartner:
Burkhard Blandfort
Stellv. Vorsitzender IVD West
Telefon (06831) 70 76 76, E-Mail:
info@blandfort-immobilien.de


Philipp Schiwek
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0221) 95 14 97-14, E-Mail:
schiwek@ivd-west.net


Über den IVD West
Der Immobilienverband IVD West e.V. mit Sitz in Köln ist die regionale Untergliederung des IVD Bundesverbands, der größten Berufs-organisation und Interessensvertretung der Beratungs- und Dienst-leistungsberufe in der Immobilienwirtschaft in Deutschland. Der IVD West vertritt ca. 1.350 Mitgliedsunternehmen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Die Verbands-mitglieder führen das IVD-Gütesiegel und haben damit ihre Fachqualifikationen nachgewiesen, halten genaue Wettbewerbsregeln ein und sind speziell versichert. Die so genannte Vermögenshaft-pflichtversicherung ist ein Muss. Das IVD-Logo ein Gütesiegel für Kompetenz und Professionalität. Im Jahre 2004 schloss sich der IVD aus den beiden Verbänden Ring Deutscher Makler und Verband Deutscher Makler zusammen.